Rechtsstreit auto dienstwagen

Erschienen am 16. Oktober 2013 | von Hendrik P. Schwarz

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Sex auf Motorhaube: Paar muss für Schaden haften

Wilder Sex auf einer fremden Motorhaube kommt ein Pärchen teuer zu stehen. Wie ein Vergleich vor dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe (BGH) heute ergab, muss das Pärchen nämlich für die von Ihnen beim Sex verursachten Schäden auf der Motorhaube des fremden Wagens haften. Insgesamt 2700 Euro muss das Pärchen nun für den entstandenen Schaden zahlen. Das Internet nimmt das Urteil mit Humor: Es gibt sogar bereits ein Lied über den Fall: “Lack-Fuck”.

Paar muss für Sex auf Motorhaube zahlen

Sex auf einer Motorhaube kann teuer werden, zumindest dann, wenn es sich um eine fremde Motorhaube handelt und Kratzer und andere Schäden beim Liebesakt entstehen. Das ergab ein Vergleich vor dem BGH heute entschieden. Demnach muss das Paar nun fast 2700 Euro für die Reparatur des Autos sowie drei Viertel der Gerichtskosten zahlen, der Vergleich wurde sofort rechtskräftig.

Das Paar war gar nicht mehr zum Prozesstermin erschienen. Es hatte allerdings im Vorfeld den Akt auf dem Auto jedoch eingeräumt.

Paar verursacht bei Sex Schäden an Wagen

Das Paar hatte demnach gemeinsam am 27. Dezember in einem Gasthof in Neuhaus im Landkreis Neustadt an der Waldnaab gefeiert. Danach drangen sie in die gegenüberliegende Garage ein und vergnügten sich auf dem Auto. Am Morgen danach hatte die Lebensgefährtin des Wagenbesitzers das zerbeulte Garagentor entdeckt.

In der Garage fand sie schließlich ein benutztes Kondom sowie eine Jacke, einen Schlüsselbund und einen Haarreif an der Windschutzscheibe.

Gutachter erkennt Sex als Schadensursache

Ein Gutachter wurde hinzugezogen, da die Motorhaube und ein Stoßfänger zerbeult und zerkratzt waren, sowie das Nummernschild abgerissen war. Laut Gutachten sind die entstanden Schäden nur mit dem angegeben Ereignis zu erklären, nicht jedoch mit einem normalen Gebrauch des Fahrzeugs.

Die beiden Parteien hatten sich zwar bereits im Sommer auf einen Vergleich geeinigt. Dieser wurde jedoch auf Drängen der Versicherung des Paars widerrufen. Die Versicherung wollte das Ergebnis des Gutachtens abwarten.

Bundesgerichtshof Karlsruhe, Urteil vom 16. Oktober 2013 – VIII ZR 273/12


Über den Autor

ist Jurist und freier Journalist und beschäftigt sich hauptsächlich mit verbraucherrelevanten Rechtsthemen im Bereich Mietrecht, Arbeitsrecht und Steuerrecht.



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