Reiserecht Flugreisen recht Bonusmeilen

Erschienen am Juni 12th, 2013 | von Hendrik P. Schwarz

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Vielflieger: Bonusmeilen dürfen verkauft werden

Vielflieger dürfen ihre bei der Lufthansa erworbenen Bonusmeilen auch an Dritte verkaufen. Das entschied das Oberlandesgericht (OLG) Köln. Vorausgegangen war ein Rechtsstreit zwischen Deutscher Lufthansa und einem Kunden des Vielfliegerprogramms. Der Kunde hatte seine Bonusmeilen verkauft, woraufhin die Lufthansa ihm die Mitgliedschaft kündigte.

Vielflieger gewinnt Streit um Bonusmeilen

[sam id="8" codes="true"]Ein Kunde des Vielfliegerprogramms der Lufthansa hat heute einen Prozess gegen die Airline vor dem Oberlandesgericht (OLG) Köln gewonnen. Der Kunde hatte zuvor ein aus Bonusmeilen eingelöstes Flugticket verkauft. Das war nach Ansicht der Lufthansa unzulässig. Das Unternehmen kündigte dem Mann seine Mitgliedschaft im Vielfliegerprogramm. Der Kunde hätte das Ticket zwar an Freunde oder Verwandte verschenken, nicht aber verkaufen dürfen, argumentierte die Lufthansa.

Der Kunde klagte dagegen. In erster Instanz siegte die Lufthansa mit ihrer Argumentation. Das Landgericht (LG) Köln bezog sich auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen, in denen geregelt ist, dass Bonusmeilen nicht verkauft werden dürfen und gab der Airline recht. In zweiter Instanz wurde der Fall nun seit Montag vor dem OLG Köln verhandelt. Vor Gericht ging es um eben diese Klausel in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Lufthansa und ob diese den Kunden unangemessen benachteilige.

Klausel in Geschäftsbedingen benachteiligt Kunden

Die Klausel in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Lufthansa Vielfliegerprogramms benachteiligt nach Ansicht der Richter am OLG Köln die Kunden. Die Kunden müssen auch die Möglichkeit haben die Tickets, die sie rechtmäßig mit ihren Bonusmeilen bezahlt haben, auch verkaufen zu können. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Das OLG Köln hat die Revision zum Bundesgerichtshof zugelassen.

Sollte das Urteil rechtskräftig werden, so würden die Vielfliegerprogramme der Airlines für Kunden deutlich attraktiver. Die Kunden hätten nämlich dann, zusätzlich zu der bereits bestehenden Möglichkeit des Einlösenens der Bonusmeilen für den Eigenbedarf und das Weitergeben an Freunde und Familienmitglieder, auch noch die Möglichkeit die erworbenen Bonusmeilen zu Geld zu machen.


Über den Autor

ist Jurist und freier Journalist und beschäftigt sich hauptsächlich mit verbraucherrelevanten Rechtsthemen im Bereich Mietrecht, Arbeitsrecht und Steuerrecht.



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